WordPress schneller machen
WordPress schneller machen in 10 Schritten
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WordPress schneller machen

WordPress schneller machen in 10 Schritten

Ein großes Thema rund um Websites ist die Frage: Wie kann man WordPress schneller machen?

Dieser Frage möchten wir hier auf den Grund gehen und geben einen Einblick in die wichtigsten Schritte, die es grundsätzlich zu bedenken gilt. Dabei gehen wir die wichtigsten Punkte Schritt für Schritt durch. Geplant ist, dass dieser Artikel über die Zeit wächst und immer wieder aktualisiert wird. Schaue also am besten immer mal wieder vorbei, um die neuesten Updates zu lesen. Für direkte Fragen sind wir natürlich auch jederzeit über das Kontaktformular zu erreichen.

Erstelle in jedem Fall ein Backup von Deiner Seite, bevor Du versuchst, die Ladezeiten von WordPress zu optimieren!

Warum die Ladezeit wichtig ist

Die Gründe liegen eigentlich auf der Hand, niemand möchte ewig warten, bis der Content auf einer Website aufgebaut ist. Schon drei Sekunden wirken beim Laden einer Webseite extrem lang. Nutzer*innen springen ab und kommen zu großen Teilen auch nicht mehr wieder. Sie sind also als potenzielle Kund*innen erst mal verloren.

Ein weiterer Faktor ist der rein technische. Denn in Zeiten, in denen immer mehr Menschen mobil online sind, steigen natürlich auch die Zugriffszahlen auf Websites durch mobile Endgeräte. Im Jahr 2019 lag der Prozentsatz bei knapp 50 % (Quelle: Statista). Da LTE zwar schnell ist, aber nicht so schnell wie das heimische WLAN, ergibt es Sinn, möglichst sparsam mit Datenmengen umzugehen, die heruntergeladen werden müssen, um eine Website anzuzeigen.

Und der dritte Faktor ist die Suchmaschinenoptimierung. Zwar ist umstritten, ob es tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen Pagespeed und Ranking gibt. Einen indirekten gibt es aber ganz sicher. Google misst unter anderem die Zeit, die Nutzer*innen auf Webseiten verbringen. Ist die Absprungrate hoch, deutet das für Google auf schlechtes Nutzererlebnis hin. Und das wiederum führt zu einem Absinken der Rankings. Da die Absprungrate steigt, wenn die Ladezeiten zu lang sind, ist das ein deutliches Signal für Suchmaschinen.

Grundsätzlich sollte aber beachtet werden, dass immer die Nutzer*innen im Fokus stehen sollte und die reine Optimierung nach Zahlen nur bedingt notwendig ist. Die Zahlenwerte und Informationen, die die gängigen Tools zur Messung der Ladezeiten bieten, sind aber ein sehr guter Wert zur Orientierung.

Basics, die WordPress schneller machen

WordPress selbst ist als Content Management System schon von Haus aus recht leichtgewichtig und lädt zügig. Allerdings gibt es einige Basics, die empfehlenswert sind.

Hosting

Es gibt unzählige Hoster auf dem Markt. Dennoch gibt es einige Anbieter, die in puncto Performance besser aufgestellt sind, als manch anderer. Von uns getestet und als absolut empfehlenswert eingestuft sind zum Beispiel:

ALL-INKL.COM* und RAIDBOXES*

Beide Anbieter bieten eine sehr gute Performance und einen top Support. Sicher, es gibt günstigere Anbieter. Teilweise erhält man einen Webspace inklusive Domain schon unter 4 €. Allerdings geht das auf Kosten der Qualität, da solche Anbieter meist sehr viele Kunden auf einem Server “sammeln”, die sich die Rechenleistung teilen müssen. Hier stechen ALL-INKL als auch RAIDBOXES die Konkurrenz absolut aus. Der Aufpreis lohnt sich also spätestens dann, wenn man vorhat, auf der eigenen Website eine professionelle Leistung anzubieten, mit der man Geld verdienen möchte.

HTTPS/2

HTTPS/2 ist das Standard-Protokoll zur Übertragung und wird inzwischen von beinahe alle Hostern angeboten. Solltest Du nicht bei ALL-INKL.COM oder RAIDBOXES hosten, kannst Du hier testen, ob Dein Anbieter dieses Protokoll unterstützt. Unter anderem kann HTTPS/2 deutlich mehr Anfragen auf einmal bearbeiten als sein Vorgänger. Sollte das Protokoll bei Deinem Hoster nicht aktiv sein, dann kontaktiere den Support und erkundige Dich dort einmal nach dem Stand der Dinge.

Das verwendete Theme

Gerade zu Anfang setzen viele auf Themes wie Avada, Jupiter X, oder Enfold. Diese Themes gehören zu den meistverkauften Themes bei Envato seit Jahren. Es wäre auch falsch, sie pauschal zu verurteilen. Sie bieten vielen Nutzer*innen durchaus einen hohen Mehrwert. Gerade, wenn noch kein umfangreiches Wissen rund um WordPress und Themes aufgebaut wurde, lassen sich damit vielfältigste Designs kreieren und Funktionen einbinden. Und gleichzeitig ist genau das der Punkt, weshalb es häufig schwer ist, mit diesen Templates gutes Ladezeiten zu erreichen. Sie bieten einfach zu viel und sind damit wahre Schwergewichte.

Dabei lassen sich inzwischen wirklich kreative Designs mit Page Buidern umsetzen, für die im Grunde keinerlei Konfrontation mit Code notwendig ist. Bei Tonwerte setzen wir dafür zum Beispiel auf Elementor*, auf den wir im Verlauf dieses Artikels noch näher eingehen werden.

Von uns getestete und empfehlenswerte Themes sind hier zum Beispiel:

Das Hello Theme von Elementor, GeneratePress und Astra.

Das Hello Theme eignet sich hervorragend, wenn Du mit Elementor arbeiten möchtest. GeneratePress und Astra funktionieren bestens mit Page Buildern, eignen sich aber auch für Webentwickler*innen, die lieber selbst coden oder Anwender*innen, die WordPress mit seinen Grundfunktionen und/oder dem Gutenberg-Editor nutzen möchten.

Alle drei Themes bringen eine schlanke und saubere Code-Struktur mit und eignen sich somit bestens, um eine performante Webseite aufzubauen.

Page Builder drücken auf die Performance von WordPress

Machen wir uns nichts vor. Page Builder sind nicht optimal, wenn es darum geht, die maximale Performance aus WordPress zu holen. Allerdings bieten sie zahlreiche Vorteile bei der Erstellung einer Website. Ambitionierte Laien und auch professionelle Dienstleiter*innen, die Webseiten so entwickeln, dass Endkund*innen sie selbst pflegen können profitieren davon. Wir arbeiten viel mit Elementor Pro und haben in puncto Performance damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Später im Artikel geben wir Euch auch noch einige Tricks an die Hand, wie Ihr WordPress schneller machen könnt, auch wenn Ihr einen Page Builder wie Elementor verwendet.

Weniger ist mehr — sparsam mit Plugins umgehen

Plugins machen das Leben häufig einfacher. Es gibt unzählige Plugins für WordPress, die allerlei Funktionen mitbringen. Das hat den Vorteil, dass man nicht selbst coden oder jemanden dafür beschäftigen muss. Es spricht auch nichts dagegen, Plugins zu installieren und sie zu nutzen, wenn sie einen Mehrwert bieten. Doch sollte man immer ein Auge auf die Menge der eingebundenen Plugins haben und diese in Relation zum Nutzen der Erweiterungen stellen. Pauschal lässt sich schwer eine Aussage treffen, was gut oder was überflüssig ist. Beim Blick ins Backend finden wir aber sehr häufig auch Plugins, die mit wenigen Zeilen Code ersetzt werden könnten. Das wären dann jene, die sich ohne weiteres einsparen ließen.

Tools zum Messen der Ladezeit

Für unsere Analysen stützen wir uns hauptsächlich auf GTmetrix und die PageSpeed Insights von Google. Zwar steht letzteres immer wieder aus verschiedenen Gründen in der Kritik, wir erhalten damit aber durchaus gute Tipps, was die Ladezeiten verlangsamt und behoben werden sollte. Darüber hinaus priorisiert Google die mobilen Ladezeiten Eurer Website, was spätestens im 2. Quartal 2021 noch mehr an Relevanz zunimmt, als das schon jetzt der Fall ist. Google plant nämlich, im März 2021 komplett auf mobile first umzustellen. So wird also konsequent durchgezogen, womit die Suchmaschine bereits 2015 angefangen hat.

Schauen wir uns beide Tools einmal an.

WordPress Performance-Messung mit GTmetrix

WordPress schneller machen Gtmetrix
Testergebnis unserer Website

Wir sehen hier das Ergebnis der Messung unserer Seite. Zunächst zeigt GTmetrix eine allgemeine Übersicht an, auf welche wir kurz eingehen möchten.

Der PageSpeed Score
Das ist der allgemeine Wert, der die Gesamtbewertung der Ladezeit darstellt. Im unteren Abschnitt wird eine Auflistung aller getesteten Komponenten für diesen Score eingeblendet. Klickt man auf die unten aufgelisteten Einträge, erhält man noch weitergehende Informationen. So werden zum Beispiel einzelne Elemente angezeigt, die bei der Ermittlung des Wertes überprüft wurden.

Der YSlow Score
Ähnlich dem PageSpeed Score werden auch hier diverse Komponenten überprüft und in einer Tabelle übersichtlich angezeigt. 

Die Fully Loaded Time
Dabei handelt es sich um die Zeit, die benötigt wird, um die gesamte Website komplett zu laden. Dieser Wert errechnet sich aus mehreren Einzelwerten und gibt eher einen allgemeinen Überblick. Denn Seitenbesucher*innen erleben die Ladezeit meist schneller, da sie nicht alle Inhalte auf der Website direkt zu Anfang sehen können. Viele Bereiche sind schließlich nur durch scrollen zu erreichen. 

Die Total Page Size
Das ist die Dateigröße aller übermittelten Daten beim Aufrufen der Webseite. Es liegt natürlich auf der Hand — je geringer die Dateigröße, desto schneller kann die Seite geladen werden.

Requests
Dabei handelt es sich um die Anfragen, die an den Server zum Laden der Seite gesendet werden. Ein Bild ist zum Beispiel ein Request. Jedes Script, das geladen wird, muss vorher beim Server angefragt werden und ist somit ebenfalls ein Request. Je geringer die Zahl der Requests, desto schneller kann die Seite ausgeliefert werden.

Unsere Website basiert übrigens auf WordPress, dem Hello Theme und Elementor (Pro). Es ist also möglich, eine performante Website mit wenigen Requests zu erstellen, obwohl ein Page Builder zum Einsatz kommt. Natürlich nutzen auch wir einige Tricks und Kniffe, die WordPress schneller machen. Diese sind auch notwendig, denn ohne eine Optimierung kann das Ergebnis so aussehen:

WordPress schneller machen Gtmetrix
Nicht optimierte Website

Die Webseite im Screenshot oben liegt bei einem der bekanntesten Hosting-Anbieter in Deutschland und nutzt den günstigsten Tarif – teilt sich also die Rechenleistung des Servers mit sehr vielen anderen Kunden. Die Website basiert auf einem sogenannten Multipurpose-Theme, die wir weiter oben schon angesprochen haben. Für die Seitenerstellung wurde ebenfalls Elementor verwendet, allerdings erweitert mit diversen Addons und Plugins für WordPress. Über 40 an der Zahl insgesamt.

Hier ist anschaulich zu erkennen, zu welchem Ergebnis es führt, wenn man die notwendigen Punkte allesamt übergeht.

Nun noch ein paar Worte zu den Tabs unterhalb der Ergebnisse. PageSpeed und YSlow sollten soweit selbsterklärend sein. Sehr interessant sind aber noch mal das Waterfall-Chart und die Aufschlüsselung der Timings.

GTmetrix Waterfall Chart
Das Waterfall-Chart von GTmetrix

Wenn man WordPress schneller machen möchte, hilft ein Blick auf das Waterfall-Chart von GTmetrix, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Dateien wann geladen werden und wie viel Zeit sie für sich beanspruchen. Hier wird übersichtlich dargestellt, welche Dateien eine Überarbeitung bräuchten und auch, wo sie sich auf dem Webserver befinden.

GTmetrix Timings Chart
GTmetrix Timings-Chart

Im Timings-Chart liefert GTmetrix eine Übersicht über die einzelnen Komponenten der gesamten Ladezeit.

TTFB

steht für Time To First Byte und beschreibt im Prinzip den Zeitraum zwischen der Anfrage und der ersten Reaktion des Servers. Einer der ausschlaggebenden Faktoren für gute Ladezeiten allgemein.

First Paint

ist der Moment, in dem der Browser eine erste Darstellung des Inhalts. liefert. Dabei handelt es sich häufig um früh geladene Elemente, die wenig Ressourcen verbrauchen (Hintergrundfarben etc.)

First Contentful Paint

beschreibt den Moment, in dem die ersten Inhalte geladen bzw. angezeigt werden, die tatsächlich im DOM (Document Object Model — erklären wir später im Artikel noch, falls Dir das nichts sagt) positioniert sind. Also zum Beispiel Text oder Bilder.

DOM interactive time

bedeutet, dass der Browser im Grunde mit dem Seitenabruf fertig ist.

DOM loaded

steht für den Zeitpunkt, an dem der Code zur Darstellung der Seite soweit fertig ausgeführt ist.

Onload

heißt in diesem Zusammenhang, dass alles steht — die Seite ist also fertig geladen.

Auswertung der Ladezeiten von WordPress mit den PageSpeed Insights von Google

WordPress schneller machen Google Pagespeed
Google PageSpeed-Auswertung unserer Website

Google unterteilt das Analyse-Ergebnis nach Mobil (im Bild links) und Desktop (im Bild rechts). Auch sollte der Fokus bei der Optimierung auf schnelle Ladezeiten auf mobilen Endgeräten liegen. Für Websites, die nicht auf kreative Layouts oder dynamische Funktionen setzen, eignet sich AMP (Accelerated Mobile Pages) von Google selbst. Im Grunde ist das reduziertes HTML mit wenig Styling, was Webseiten sehr ressourcensparend werden lässt.

Die Komponenten der Auswertung umfassen in etwa die gleichen Merkmale, wie die in GTmetrix. Aus diesem Grund gehen wir hier nicht so sehr ins Detail, wie wir es zuvor getan haben. TTFB wird in den PageSpeed Insights nicht angezeigt, dafür aber der First Contentful Paint — bei Google “Erste Inhalte gezeichnet”.  Interessant bei Google ist aber die Übersichtliche Darstellung der Inhalte, die optimiert sind oder noch optimiert werden können. Auch diese sind ähnlich der Angaben in GTmetrix

WordPress schneller machen Google Pagespeed
Auswertung der einzelnen Komponenten

Ein Klick auf die jeweilige Meldung gibt genauere Informationen, um welche Datei(en) es sich handelt, wo sie zu finden sind und was daran optimiert werden kann. Was hier ins Auge fällt, ist die Meldung zur übermaßigen DOM-Größe. Diese leitet uns auch in den Abschnitt des Artikels über, in dem wir tatsächlich mit der Optimierung beginnen.

Design — weniger ist mehr

Design ist zu gewissen Teilen auch immer eine Frage des Geschmacks. Grundsätzlich sollte natürlich darauf geachtet werden, dass Nutzer*innen sich gut auf einer Webseite zurechtfinden können. Wie dann aber die Struktur der Seite aufgebaut wird, ist zu großen Teilen subjektiv bzw. auf die Zielgruppe zugeschnitten.

Beginnen wir zu optimieren

Das DOM (Document Object Model) ist vereinfacht gesagt die Struktur einer Webseite, die den Content hält. So ist zum Beispiel jedes DIV ein Teil des DOM und die jeweils darin untergebrachten Elemente (weitere DIVs, Links etc.) ebenfalls. Da wir weiter oben schon den Page Builder Elementor angesprochen haben, hier ein Beispiel der Verschachtelung von Seitenelementen für die Überschrift dieses Artikels.

WordPress schneller machen DOM
Verschachtelung einzelner Elemente

Hier wird auch recht schnell deutlich, was Page Builder für einen Nachteil mit sich bringen. Es werden sage und schreibe neun DIVs produziert, um eine Überschrift zu halten. Das ist natürlich nicht optimal. Aber das ist der Preis dafür, wenn die Seite komfortabel zu pflegen sein soll. Gerade für Menschen, die nicht viel Code-Erfahrung haben. In der V3 wird Elementor hier übrigens aufräumen und einige Elemente aus dem Code entfernen. Welche Auswirkungen das hat wird durchaus spannend.

Trotz Page Builder eine möglichst schlanke Seite erstellen — Elementor-Tipp

Das Design einer Website sollte möglichst klar gegliedert und schnell aufzunehmen sein. Häufig werden viele Elemente ineinander verschachtelt oder — gerade in Bezug auf Page Builder — Spalten genutzt, um ein Layout zu erstellen. In vielen Fällen ist das gar nicht notwendig, wie folgendes Beispiel zeigt.

WordPress schneller machen DOM
Sparsam mit Inhaltselementen umgehen

Das Beispiel ist wieder mit Elementor erstellt und zeigt den Aufbau eines Abschnitts auf zwei mögliche Arten.

Für beide Möglichkeiten wird ein Abschnitt (blau umrandet) und mindestens eine Spalte (schwarz umrandet) benötigt. Im oberen Bild ist das Layout mit zwei Spalten aufgebaut und im unteren mit nur einer. Das Ergebnis ist das gleiche, allerdings ist die untere Variante etwas leichter. Es werden oben 14 und unten 11 DIVs verschachtelt. Das wirkt im ersten Moment nicht viel. Bedenkt man aber, dass sich auf unserer Startseite 13 Sections befinden, so lassen sich dadurch immerhin 39 DIVs einsparen. Und unsere Seite hat ein sehr reduziertes Design.

In Elementor ist dieser Aufbau übrigens recht einfach zu erreichen, wie das folgende Video zeigt.

Bilder optimieren

Bilder sind, neben Hosting und Theme, die häufigste Quelle für lange Ladezeiten von WordPress-Webseiten. Um sie zu optimieren, schauen wir uns zwei Hauptfaktoren an. Die Abmessungen des Bildes und die Dateigröße.

Beginnen wir mit den Abmessungen des Bildes. Um herauszufinden, in welcher Größe das Bild benötigt wird, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wir zeigen Euch, wie Ihr zu große Bilder in GTmetrix findet. Wenn Ihr lieber direkt auf Eurer Seite schauen möchtet, zeigen wir Euch auch, wie Ihr die angezeigte Bildgröße mit den DevTools herausfindet.

Mögliche Einsparung der Bildgröße in GTmetrix anzeigen

Nach einer Messung der Ladezeit in GTmetrix, erhaltet Ihr unter dem Tab “PageSpeed” womöglich die Meldung “Serve scaled images”. Ein Klick darauf öffnet die erweiterte Ansicht, in der die betroffenen Bilder samt Dateipfad und Bildgröße, sowie der Bildgröße, die auf der Website tatsächlich angezeigt wird.

WordPress schneller machen Bilder optimieren
Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Zu große Bilder mit den DevTools finden

Die zweite Möglichkeit, zu große Bilder zu finden, sind die DevTools. Diese lassen sich zum Beispiel über einen Rechtsklick innerhalb der Seite unter “Untersuchen” erreichen. In Firefox “Element untersuchen”.

Die DevTools bringen ein praktisches Werkzeug mit, mit dem sich in kürzester Zeit feststellen lässt, wie groß ein eingebettetes Bild ist.

WordPress schneller machen Bilder optimieren
Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Zunächst klickt Ihr auf das kleine Icon in der oberen linken Ecke der DevTools. Danach fahrt Ihr mit der Maus einfach über ein Element auf Eurer Seite — in diesem Fall ein Bild. Es öffnet sich eine kleine Infobox, die Euch anzeigt, in welcher Größe das Bild auf Eurer Homepage eingebettet ist. Im Code Eurer Seite sind die Maße ebenfalls definiert (der grau hinterlegte Abschnitt im Screenshot oben). Nun wisst Ihr, welche Abmessung für Euer Bild notwendig sind, damit es keinen unnötigen Ballast für die Ladezeiten mit sich bringt.

Elementor-Tipp — Ihr habt in Elementor die Möglichkeit, Bilder entsprechend der notwendigen Größe einzubetten. Im Bild-Widget findet Ihr unter der Vorschau Eures Bildes die Option “Bildgröße”. Wenn Ihr dort eine der vorgegebenen Varianten auswählt oder eine eigene Größe setzt, erstellt Elementor automatisch eine neue Datei mit den von Euch gewählten Abmessungen. So müsst Ihr nicht unbedingt die richtige Größe vorher in Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm exportieren.

Bilder mithilfe eines WordPress-Plugins optimieren

Für WordPress gibt es einige Plugins, die Eure Bilder automatisch komprimieren und in der jeweils notwendigen Größe einbetten. Für mobile Endgeräte werden dann zum Beispiel kleinere Bilder gesetzt als es bei Desktop-Computern der Fall ist. Eines dieser Plugins ist Shortpixel.

Eine weitere Möglichkeit ist das Plugin Imagify, mit dem sich Bilder skalieren und komprimieren lassen.

Darüber hinaus bietet auch WordPress selbst die Möglichkeit, Bilder zu skalieren und als neue Date abzuspeichern. Wählt dazu einfach ein Bild aus der Mediathek aus und klickt unter der Bildvorschau auf den Button “Bild bearbeiten”. Auf der rechten Seite ist nun die Option “Neue Abmessungen” zu finden, in die Ihr einfach die gewünschte Pixelzahl eintragen könnt.

Die Dateigröße der Bilder mithilfe von Photoshop optimieren

Wer Photoshop nutzt, kann hier sehr gute Ergebnisse erzielen. Um ein Bild möglichst reduziert in der Dateigröße zu speichern, wählst Du in Photoshop Datei -> Exportieren -> Für Web speichern. Meist genügt eine Qualitätsstufe zwischen 40 % und 60 %. Je nach Bild eignen die Option “Progressiv” oder “Optimiert” besser, das solltest Du bei jedem Bild einfach ausprobieren. Die voraussichtliche Dateigröße siehst Du unten links im Speichern-Dialog. 

Kompression mit Online-Tools

Selbst nachdem die Bilder skaliert und in Photoshop gegebenenfalls komprimiert wurden, lässt sich mit Online-Tools noch etwas herauskitzeln. Zu empfehlen sind hier zum Beispiel: Compressjpeg oder TinyPNG.

Sollte eines der oben aufgeführten WordPress-Plugins installiert sein, dann ist das erneute Komprimieren mit diesen Tools meist nicht notwendig.

Code bündeln und nicht überall verstreuen

Gerade wenn man eine Webseite mit einem Page Builder erstellt, werden viele unterschiedliche Code-Dateien generiert bzw. geladen. Wenn Du WordPress schneller machen möchtest, dann sollte von Hand hinzugefügter Code nicht inline, also im Element selbst, sondern in einer eigenen Datei gespeichert werden.

Vermeide also:

<p style="font-family: arial; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 16px;">Hier steht ein Text</p>

Und nutze lieber Klassen, die Du dann im Stylesheet Deines Child-Themes gestaltest.

Auch bieten viele Page Builder die Möglichkeit, CSS in den jeweils eingefügten Abschnitten und Elementen zu platzieren. Das sollte nach Möglichkeit ebenfalls vermieden werden. Auch hier gehört der Code lieber in das separate Stylesheet des Child-Themes.

Elementor-Tipp — Die meisten Themes kommen schon mit vorbereiteten Child-Themes im Paket. Beim Hello-Theme ist das nicht der Fall. Du kannst Dir ein Child des Hello-Themes aber hier herunterladen.

Schreibe Deine eigenen Styles entweder in die style.css Datei des Child-Themes oder aber im Elementor-Editor unter  “Theme-Stil” -> “Eigenes CSS”.

Die Möglichkeit, Code zusammenzufassen und zu minifizieren bieten auch viele Plugins, die WordPress optimieren, um die Ladezeiten zu verkürzen. Einige davon bringen allerdings nicht die Funktionalität mit, Code, der inline eingebunden ist, ebenfalls zu extrahieren und zu bündeln. Zudem erleichtert es das Auffinden einzelner Codezeilen enorm, wenn die händisch hinzugefügten Schnipsel alle in einer Datei zu finden sind.

Schriften mit Bedacht wählen

Auch wenn es bei vielen zur Gewohnheit geworden ist, auf der eigenen WordPress Seite einfach Google Fonts einzubinden, das ist seit dem 16.07.2020 nicht mehr so einfach erlaubt. Dort wurde der Privacy-Shield vom EuGH gekippt. Seit diesem Urteil ist es nicht mehr ohne Weiteres möglich, potenziell personenbezogene Daten in die USA zu senden. Bindet man die Google Fonts direkt von Google ein, so geschieht genau das — die IP der Seitenbesucher*innen wird an Server in den USA gesendet, damit dieser die angeforderten Schriften zurückschickt.

Fonts sollten nun also besser lokal eingebunden werden. Wer auf die Schriftarten von Google nicht verzichten will, der kann sich beim google-webfonts-helper die jeweilige Schrift in allen möglichen Schnitten herunterladen.

Da lokal eingebettete Schriften meist ein wenig mehr auf die Ladezeiten von WordPress drücken, solltest Du nicht alle Schriftschnitte einbetten, die angeboten werden. Meist genügen schon 2-3 Stück. 300 oder 400 für Fließtexte, 700 für Bold-Texte und gegebenenfalls 200 für Thin-Texte. So müssen nicht jedes Mal massenweise verschiedene Schnitte vom Server geladen werden, was helfen kann, WordPress schneller zu machen.

Wer es ganz ausreizen möchte, setzt direkt auf Systemschriften wie die Arial oder die Calibri. Dann werden sie direkt vom Computer der Seitenbesucher geladen und müssen nicht vom Server angefordert werden.

Elementor-Tipp — Unter “Elementor” -> “Benutzerdefinierte Schriftarten” kannst Du eigene Schriften ganz einfach hochladen und diese dann im Theme-Stil einbinden. Google Fonts werden dann nicht mehr geladen.

Nicht verwendete CSS entfernen

Wer schon mal die WordPress-Ladezeit mit den PageSpeed Insights von Google gemessen hat, der wird ziemlich sicher auf die Meldung “Nicht verwendete CSS entfernen” sowie “Nicht genutztes JavaScript entfernen” gestoßen sein.

Im Grunde ist es ganz normal, dass sich auf Websites, die mehr als eine Unterseite haben, ungenutztes CSS und JavaScript befindet. Jede Unterseite hat unterschiedliche Elemente eingebunden, die jeweils über CSS gestylt werden. Bindet man auf der Unterseite “Kontakt” zum Beispiel ein Kontaktformular ein und gestaltet es mit CSS, so sind die Selektoren in der style.css Datei zu finden. Ist die Datei auf der Startseite die gleiche, befindet sich darin ungenutztes CSS, das theoretisch auf dieser Seite entfernt werden könnte. Daher also die Meldung bei Google.

Mit Asset Cleanup ganze CSS und Javascript Files deaktivieren

Im WordPress Plugin-Verzeichnis finden sich zum Glück zahlreiche Plugins, die dabei helfen, WordPress schneller zu machen. Eines davon ist Asset Cleanup. Schon in der kostenlosen Variante lassen sich damit ganze JavaScript und CSS Dateien auf einzelnen Unterseiten deaktivieren.

Nachdem Du das Plugin geladen und aktiviert hast, öffnest Du einfach eine Deiner Seiten oder Beiträge und scrollst ein Stück nach unten. Dann solltest Du das hier sehen:

Unten links im Screenshot findet Ihr einen Toggle mit dem Titel “Unload on this page”. Legt Ihr diesen um, wird das jeweilige File nicht mehr auf dieser Seite geladen. “Unload site-wide” deaktiviert die Datei auf all Euren Unterseiten zusätzlich. Da Ihr vermutlich bei einigen Dateien herumprobieren müsst, ist es nicht unbedingt zu empfehlen, das auf einer Live-Seite zu machen. Je nachdem welches Script deaktiviert wird, kann das dazu führen, dass Ihr zunächst gar nichts mehr auf der Seite angezeigt bekommt. Das lässt sich zwar ebenso leicht wieder aktivieren (Toggle noch mal umlegen), doch für die Zwischenzeit könnten sich potenzielle Seitenbesucher*innen wundern und abspringen.

Auch, wenn sich mit Asset Cleanup schon ganze Dateien deaktivieren lassen — häufig werden Teile der CSS Files benötigt, sodass nicht das gesamte Stylesheet entfernt werden kann. Dann ist Handarbeit gefragt. Zunächst gilt es herauszufinden, welches CSS auf der jeweiligen Seite verwendet wird. Dafür gibt es mehrere Wege.

Nicht verwendetes CSS in den DevTools finden

Um zu überprüfen, ob Deine Website ungenutztes CSS lädt, kannst Du in den DevTools danach suchen. Klicke in den DevTools oben rechts auf die drei vertikalen Punkte und aktiviere die Option “Show console drawer”. Im Anschluss klickst Du unten auf den “Reload-Button”.

WordPress schneller machen Console
Console Drawer aktivieren

Jetzt siehst Du, welche Dateien geladen werden und was von deren Inhalt auf Deiner jeweiligen Seite genutzt wird.

Ungenutztes CSS entfernen — in Handarbeit

Hierfür sollten eventuelle Plugins, die CSS Dateien zusammenfügen deaktiviert werden. Erstelle auf jeden Fall ein Backup, bevor Du Änderungen am Code vornimmst und nutze einen Code-Editor (nicht Word).

Möglichkeit 01:
Kopiere Dir alle blau markierten Teile in ein neues, eigenes Stylesheet.

Möglichkeit 02.
Verwende purifycss. Das ist ein hilfreiches Tool, um ungenutztes CSS aufzuspüren und zu entfernen. Über die Standard-Option (der Tab “Webpage URL”) trägst Du dort die URL der Seite ein, die Du optimieren möchtest und klickst auf “Clean up CSS”. Das Tool generiert nun eine Style-Datei, die alles genutzte CSS in einem File zusammenfasst.

Möglichkeit 03.
Nutze die Chrome-Extension CSS Used, um das auf Deiner jeweiligen Unterseite genutzte CSS zu finden und kopiere Dir das Ergebnis in Dein eigenes Stylesheet.

Das von Dir neu erstellte Stylesheet lädst Du via FTP in das Verzeichnis Deines Child-Themes (oder einen eigenen Ordner). Mithilfe von folgendem Code-Schnipsel in der functions.php Deines Child-Themes bindest Du Dein Stylesheet in WordPress ein. Natürlich solltest Du vorher den korrekten Pfad zu Deinem Stylesheet einsetzen.

add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'meine_eigenen_stylesheets', 20 );
function meine_eigenen_stylesheets() {
    wp_register_style( 'deine-css', 'https://domain.de/wp-content/themes/dein-childtheme/deine-css.css' ); 
    wp_enqueue_style( 'deine-css' );
}

Nun prüfst Du, ob Dein Stylesheet korrekt eingebunden ist und geladen wird. Das kannst Du über die DevTools machen. In Chrome wählst Du dafür den Tab “Network” aus und klickst dann auf “CSS” (siehe Screenshot). In Firefox “Netzwerkanalyse” und “CSS”.

WordPress schneller machen CSS laden
Geladene Stylesheets anzeigen

Wird Dein Stylesheet dort angezeigt und hat einen Status-Code von 200, dann ist alles bestens. Du kannst nun die anderen Stylesheets deaktivieren. Zum Beispiel mit Asset Cleanup oder so wie in dem Beispiel-Schnipsel oben in der functions.php. Nur, dass Du diesmal folgendes eintragen musst (ersetze also den Code aus dem Beispiel oben):

add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'meine_eigenen_stylesheets', 20 );
function meine_eigenen_stylesheets() {
    wp_dequeue_style( 'zu-entfernendes-stylesheet' );
    wp_deregister_style( 'zu-entfernendes-stylesheet' );
    
    wp_register_style( 'deine-css', 'https://domain.de/wp-content/themes/dein-childtheme/deine-css.css' ); 
    wp_enqueue_style( 'deine-css' );
}

Plugins zur Optimierung der WordPress Ladezeit

Auch zur Optimierung der Ladezeiten gibt es eine Vielzahl an Plugins für WordPress. Die bekanntesten sind wohl Autoptimize, W3 Total Cache, und WP Rocket.

Alle drei bringen ähnliche Funktionen mit, wobei gesagt werden sollte, dass Autoptimize kein Caching bietet. Allerdings kannst Du auch damit schon viel erreichen, denn es komprimiert CSS und JavaScript Dateien und fasst sie zusammen. Damit werden häufig nicht unerheblich große Dateien zusammengestaucht und schneller ausgeliefert. Das Zusammenfassen und Komprimieren gehört bei den beiden anderen Plugins ebenfalls zum Umfang dazu.

Was ist Caching?

Im Prinzip und kurz gesagt wird eine statische Version Deiner Website oder Teile davon auf dem Server hinterlegt. So muss bei einem Seitenaufruf nicht immer jede einzelne Datei angefragt, verarbeitet und gesendet werden. Stattdessen sendet der Server die vorab gespeicherte Version an Deine Seitenbesucher*innen. Es wird also nicht alles “zusammengesetzt”. Natürlich geht das Laden einer solchen Version deutlich schneller.

WP Rocket – Das Plugin mit dem Hype

WP Rocket hat sich inzwischen zu einem der meistgenutzten Plugins, die WordPress schneller machen, gemausert. Und das unserer Ansicht nach nicht zu Unrecht. Es bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Gleichzeitig sind die Optionen aber auch für Laien relativ gut verständlich und bei potenziell kritischen Optionen wird eine Warnung bzw. weitergehende Informationen eingeblendet. Das Plugin ist gut in die einzelnen Bereiche unterteilt und leitet dadurch quasi durch die Einrichtung.

Nachfolgend die Einstellungen im Detail:

Cache — die Grundfunktionen

Natürlich ist das Caching eine der Hauptfunktionen des Plugins. Unter dem Menüpunkt Cache könnt Ihr diesen aktivieren. WP Rocket gibt Euch zusätzlich noch die Möglichkeit, einen separaten Cache für mobile Geräte anzulegen. Das kann notwendig bzw. empfehlenswert sein, wenn Ihr beispielsweise kein responsives Layout, sondern eine eigene Variante für Eure mobile Seitenversion habt. AMP wäre hier ein Beispiel. Dabei wird das Layout nicht für kleinere Bildschirme angepasst, sondern ein eigenes Gerüst dafür erstellt. Durch Aktivieren des mobilen Caches könnte Ihr eine solche Seite also zusätzlich cachen.

Weiter könnt Ihr in diesem Menüpunkt auswählen, ob der Cache bzw. das Caching auch für angemeldete Benutzer aktiviert werden soll. Das kann Sinn ergeben, wenn Ihr Seitenbereiche auf Eurer Webseite habt, die nur angemeldeten Benutzern zur Verfügung stehen. Mitgliederbereiche zum Beispiel.

Und dann gibt es noch die Cache-Dauer — eigentlich selbsterklärend. Nach diesem Zeitraum wird der Cache automatisch geleert und wieder gefüllt.

Datei-Optimierung

Hier lassen sich die einzelnen Dateitypen bestimmen, die Ihr minifizieren und zusammenfassen könnt. Beim Minifizieren werden die Inhalte der Dateien quasi in eine lange Zeile geschrieben. Dabei werden alle nicht benötigten Elemente entfernt. Also z. B. Leerzeichen, Absätze oder Kommentare. Im weiteren Schritt des Zusammenfassens wird aus mehreren Dateien eine einzige erstellt, was dazu führt, dass insgesamt natürlich weniger Dateien geladen werden müssen. Das Plugin gibt Euch auch den Hinweis, dass das Zusammenfassen nicht notwendig ist, sofern Euer Hosting HTTP/2 unterstützt. Versucht hier mal, welche Ergebnisse Ihr erhaltet. Bei uns ist trotz HTTP/2 Unterstützung eine deutliche Verbesserung der WordPress-Ladezeit zu bemerken.

Unter den Einstellungen zum JavaScript gibt WP Rocket Euch die Option, jQuery Migrate zu deaktivieren. Diese Einstellung ist nicht unbedingt notwendig, wenn Ihr WordPress 5.5 verwendet. Seit dieser Version lädt WordPress das Migrations-Tool nicht mehr automatisch mit.

JavaScript verzögert laden
Sogenanntes Rendering-blockierendes JavaScript wird im Ladeprozess Eurer Website hinten angestellt und erst etwas später nachgeladen. Für jQuery selbst wird eine Ausnahme hinzugefügt, wenn Ihr die Option “Sicherer Modus für jQuery” aktiviert. Bei den meisten Themes ist das zu empfehlen, da viele Funktionen auf jQuery angewiesen sind. Solltet Ihr diese Option deaktivieren wollen, testet das Ergebnis ausgiebig.

WordPress schneller machen
te

Medien

LazyLoad
Lazy Loading bedeutet, dass Bilder erst geladen werden, wenn Seitenbesucher*innen die Seite zum Beispiel herunterscrollen und die Bilder in den sichtbaren Bereich kommen. Seit WordPress 5.5 ist LazyLoad fester Bestandteil von WordPress selbst. Dennoch empfiehlt sich das Aktivieren dieser Funktion im Plugin, denn der von WordPress unterstützte Webstandard ist relativ neu, womit sich der Support durch Browser auf aktuellere Versionen bezieht.

Emoji & Embeds
Die Einstellungen hier sind natürlich absolut individuell. In unserem Falle haben wir beides deaktiviert.

WebP compatibility
WebP ist ein von Google entwickeltes Bildformat, das eine deutlich höhere Komprimierung möglich macht, als es zum Beispiel bei JPG Fotos der Fall ist.

WP Rocket liefert selbst keine Bilddaten im WebP Format aus. Allerdings hat das Team um das Plugin dafür Imagify entwickelt, das nahtlos mit WP Rocket zusammenarbeitet.

Cache füllen

Hier könnt Ihr festlegen, ob und in welchem Umfang der Cache gefüllt wird. Darüber hinaus habt Ihr die Möglichkeit, DNS-Prefetch zu aktivieren. WP Rocket versucht dann, Domainnamen aufzulösen bevor Ressourcen angefordert werden. Und zu guter Letzt lässt sich das “preload” Attribut für Schriften vergeben. Das macht es Browsern einfacher, in den Style-Sheets definierte Schriften aufzufinden.

Erweiterte Regeln

Solltet Ihr Seiten haben, die grundsätzlich nicht in den Cache geschrieben werden sollen, könnt Ihr diese hier eintragen. Eine Login-Seite wäre ein Beispiel.

Datenbank

Erstelle in jedem Fall ein Backup von Deiner Datenbank, bevor Du eine Bereinigung vornimmst!

Unter diesem Menüpunkt kannst Du verwaiste Revisionen, Entwürfe und den Papierkorb von WordPress leeren. Ebenso Kommentare, die Du nicht freigegeben hast und solche, die bereits im Papierkorb sind.

Transients sind temporäre Dateien, die jederzeit automatisch neu erstellt werden, wenn sie benötigt werden.

Und die Bereinigung der Datenbank löscht leere und/oder veraltete Tabellen. Diese kannst Du, falls etwas schiefgeht, nicht wiederherstellen, weshalb Du die Datenbank unbedingt vorher sichern solltest.

CDN

Ein CDN ist ein sogenanntes Content Delivery Network. Das bedeutet, dass Teile Deiner Website, wenn nicht die gesamte Webseite auf einen Server ausgelagert wird, der sie enorm schnell zur Verfügung stellen kann. Der Einsatz eines CDN kann sich lohnen, wenn Du eine Wirklich große Seite hast. Alternativ, wenn Du Seitenbesucher*innen hast, die auf der ganzen Welt verteilt sind. In diesem Falle liefert der Server des CDN, der am nächsten am Standort der Anfrage ist, Deine Seite aus.

Im Sinne der Ladezeit kann das große Vorteile bringen. In Deutschland ist die Nutzung von einem CDN momentan allerdings kritisch zu sehen. Die meisten Anbieter haben Ihren Sitz in den USA und das Versenden von personenbezogenen Daten zur Verarbeitung in die USA ist nicht mehr ohne weiteres möglich.

Heartbeat

Die Heartbeat API von WordPress sendet regelmäßig Impulse an den Server. Und das ist auch der Grund, weshalb sie auf die Leistung drücken kann. Unter diesem Punkt könnt Ihr individuell einstellen, wie die Aktivität geregelt wird. Sie lässt sich einschränken oder komplett deaktivieren, was auf den meisten Seiten keine Probleme verursachen sollte.

Autoptimize

Ebenfalls ein weit verbreitetes Plugin, mit dem man WordPress schneller machen kann. Es bietet in Gegensatz zu WP Rocket zwar kein Caching, spielt seine Stärken dafür aber in den anderen Bereichen aus. Sollte Euer Hosting serverseitiges Caching unterstützen, benötigt Ihr die Option des Caching auch nicht zwangsweise. Hier die Erklärungen zu den einzelnen Reitern.

JS, CSS & HTML

Wie auch bei WP Rocket könnt Ihr in Autoptimize die einzelnen Dateien minifizieren und zusammenfassen. Einzelne Dateien, wie zum Beispiel jQuery werden auch hier automatisch ausgelassen, um Probleme beim Laden zu vermeiden. Ebenfalls unter diesem Punkt findet Ihr die Möglichkeit, eine Basis-URL für ein eventuelles CDN zu setzen und die Option, einige Einstellungen vorzunehmen, die ggf. Probleme vermeiden.

Bilder

Wie wir weiter oben schon aufgeführt haben, sind optimierte Bilder einer der Hauptfaktoren, wenn wir WordPress schneller machen wollen. Autoptimize ermöglicht es Euch, Fotos entsprechen zu komprimieren, als WebP Dateien auszuspielen und sie über das CDN von Shortpixel zu laden. Das kann die Performance steigern, ist allerdings mit den oben beschrieben Risiken eines CDN verbunden.

An dieser Stelle kann ebenfalls LazyLoad aktiviert werden, das in hier mit “Bilder verzögert Laden” betitelt wird.

Kritisches CSS

Stylesheets werden im Prinzip aufgeteilt. Was weit oben auf der Seite für die Anzeige benötigt wird, bezeichnet man als “kritisch”. In diesem Tab lassen sich die Einstellungen dazu vornehmen. Allerdings ist dafür ein Account bei criticalcss.com notwendig.

Extras

Da Google Fonts zwar schnell laden und WordPress schneller machen können, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Allerdings sind sie im Sinne des Datenschutzes in Europa kritisch zu betrachten. Autoptimize stellt Euch hier die Option zum Entfernen zur Verfügung. Dieser Punkt ist gerade für Anfänger praktisch, da sie nicht via Code vom Laden abgehalten werden müssen. Übrigens nutzt nicht jedes Theme oder jeder Page Builder Google Fonts.

W3 Total Cache

Ein enorm umfangreiches Plugin um WordPress schneller zu machen. Da ein wirklich detailliertes Abbilden aller Optionen sogar diesen Artikel sprengen würde, werden wir hier nur auf die Hauptfunktionen eingehen. Das Plugin richtet sich nach unserer Einschätzung eher an fortgeschrittene Nutzer, die nicht von der Menge der Optionen abgeschreckt sind. Allerdings lassen sich mit diesem Performance-Plugin sehr gute Ergebnisse erzielen — und das kostenfrei.

General Settings

Hier lässt sich das Caching grundsätzlich aktivieren. W3 Total Cache bietet in diesem Abschnitt die Möglichkeit, wirklich detailliert zu kontrollieren, was, wie und wo gecached werden soll.

Page Cache

Hier lassen sich Seiten unter anderem vom Caching ausschließen, was, wie oben schon erwähnt, bei Login-Seiten sinnvoll ist. Zudem lassen sich für eingeloggte Nutzer*innen bzw. Benutzerrollen individuelle Einstellungen vornehmen.

Und auch hier gibt es weiter unten die Option zum Preload. Also quasi dem Vorwärmen der gecachten Seiten.

Minify

Wie auch WP Rocket und Autoptimize gehört das Minifizieren und Zusammenfassen von Dateien hier zum Standard, womit man WordPress schneller machen kann.

Browser Cache

Im Gegensatz zum Caching beim Hosting bzw. auf dem Server, wird hier der Browser-Cache aktiviert. So werden zum Beispiel Bilddateien, Code-Dateien und zum Beispiel PDFs im Browser zwischengespeichert. Wenn Nutzer*innen Deine Homepage nun erneut besuchen, werden diese Objekte aus dem Cache des Browsers geladen und reduzieren die Ladezeit allgemein.

Extensions

W3 Total Cache bietet über die gigantischen Einstellungsmöglichkeiten hinaus auch noch weitere Plugins an. Dazu gehören zum Beispiel AMP und CloudFlare als CDN. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, verschiedene Einstellungen für Websites zu verwenden, die mehrsprachig mit WPML aufgebaut sind. In diesem Falle lohnt sich ein Blick auf W3 Total Cache absolut.

Zusammenfassung

Wenn Du alle im Post erwähnten Tipps anwendest, solltest Du schon deutliche Verbesserungen in der Ladezeit Deiner WordPress-Seite bemerken.

Hier noch einmal alle Punkte zusammengefasst:

  • Den richtigen Hosting-Anbieter wählen  — das ist die Grundlage für schnelle Ladezeiten
  • Kein zu schwergewichtiges Theme nutzen
  • Achte darauf, auch mit einem Page Builder, Deine Seite möglichst sparsam aufzubauen
  • Optimiere Deine Bilder
  • Streue Deinen eigenen Code nicht, indem Du ihn an vielen Stellen inline einbindest
  • Nutze nicht zu viele Schriftarten und -schnitte
  • Deaktiviere nicht genutzte CSS und JavaScript-Dateien
  • Entferne nicht genutzte CSS

Wir hoffen, dass wir Dir helfen konnten, Dein WordPress schneller zu machen. Schreibe uns doch mal in die Kommentare, wie die Ergebnisse Deiner Seite vor und nach der Optimierung aussehen. Und wenn Du irgendwo nicht weiter kommst, melde Dich gern bei uns. Wir schauen uns Deine Seite dann genauer an.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß beim Optimieren!

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